Mechanical Magic mit Hindernissen

Wenn man so richtig, richtig müde ist, so komplett platt von der Woche und dem ganzen Drumherum und allgemein diesem verrückt-vollen Alltag, dann fällt es extrem schwer, sich über quality of week und quality of life im Allgemeinen so richtig zu freuen.

Ich bin grad so richtig, richtig müde. Ich versuchs aber trotzdem mal.

Ich hab diese Woche housesitting gemacht. Also nicht, dass man houses wirklich sitten muss, die sind ja in der Regel ziemlich self-sustaining, um in diesem krass schlechten Sprachenmix zu bleiben. Mein Hirn denkt nur noch simple und so und deswegen kommt mehrheitlich, naja, Unsinn raus.

Aber die dazugehörige Tierwelt ist das, was eigentlich gesittet werden muss. Fünf birds, zwo (könnt jetzt selber entscheiden, ob ich mich verschrieben hab oder norddeutsch sein wollte) fish, eine nicht-definierte (weil von mir nicht gezählte Anzahl) Garnelen (ja, richtig gehört. Fragt mich nicht, warum wir hier shrimp im Aquarium halten. Sind auch safe nicht groß genug für Kebabs, Gumbo, es lohnt sich auch nicht sie zu kochen, sautieren oder in der Pfanne zu braten. Aber sie sind halt da und kriegen deswegen die nötige Pflege.)

Man hat ja Pflichten.

Achja und unser Kater, mittlerweile im gesetzten Alter. Zu ihm vielleicht später mehr.

Ich merke gerade, das habe ich schon vor einer Woche angekündigt. Zeichenanzahl um hier auch noch „Kater“ unterzubringen, ist aber fast schon erschöpft.

Dann erstmal geht es mir darum zu erzählen, dass es gut ist, dass wir keinen Hund haben.

Am Dienstag war ein Handwerker da, der den Wasserzähler austauschen musste. Also: Klingeln, kurzes Höflichkeitshallo, runter in Keller, alten Zähler suchen, bisschen mechanical magic (für mich ist das 1 Buch mit 7 Siegeln, mindestens), Keller verlassen, Höflichkeitstschüss und auf zum nächsten – auf dem Dorf zumindest – Haus.

Naja, der Handwerker war so ein bisschen reluctant. Und fragte mich erstmal, ob wir einen Hund haben. Ich so Fragezeichen, weil diese Frage hört man jetzt nicht alle Tage, vor allem wenn weder ein Bellen, noch ein Winseln oder Knurren zu vernehmen ist. Ich zumindest bin nicht bekannt für diese Art von Geräuschen, glaube ich.

Naja, er fragte trotzdem. Ich verneinte. Er so: Ganz schnell ganz sichtbar entspannter. Ich so: Allergie? Er so: Nein. Ich so: Angegriffen worden? Er so: Ja.

Ich fühlte den Dude an der Stelle sehr. Keine Ahnung wie das bei euch so ist, aber wer auf dem Dorf mal Zeitungen ausgetragen bzw. gefahren hat, weiß wovon ich rede. Hunde: Schwierig. Beziehungsweise, um nicht eine ganze Spezies über einen Kamm zu scheren, wofür ja an sich echt nur wir Menschen bekannt sind (haha, schon wieder): Hunde sind schwierig, wenn sie schwierigen Menschen gehören.

Bei uns konnte er seine mechanical magic also ganz bissfrei und entspannt ausführen. Gut für ihn. Zumal der Kater auch nicht auf Krawall aus war, sondern der Lebewesen generell liebster Tätigkeit nachging: Absolut gar nix machen.

Mehr aber später zu ihm. Ich komm schon noch zu ihm. Versprochen.

Music to sink into blissful oblivion:

  • Grouper – Dragging A Dead Deer Up A Hill (wobei ehrlich gesagt Heavy Water/I’d Rather Be Sleeping in Dauerschleife läuft. Traurig-schöner gibt es nicht)
  • The XX – XX
  • Low – Double Negative

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