Untitled bleibt erstmal in der Schublade. Titled ist auch irgendwie cooler.
Ich bin grad mal wieder auf der Suche nach den richtigen deutschen Worten. Wie übersetze ich „in these blissful moments of interactions with people I not only respect, but even like and in some way envy“ am besten? Vielleicht hilft ein Übersetzungstool:
„In diesen glückseligen Momenten der Interaktion mit Menschen, die ich nicht nur respektiere, sondern sogar mag und in gewisser Weise beneide“. Danke dafür. Klingt irgendwie ok und irgendwie richtig behindert wenn ich den Satzabschnitt „sogar mag“ so lese. Schön arrogant. Irgendwie muss ich ja auch ein gewisses Image bewahren.
Warum dieser innere Struggle nach einem schönen Abend. Naja, weil ich erstmal wieder lernen muss, wie das so ist, unter Menschen zu sein, die ich – Zitat – mag und beneide. Ohne sie extrem gut zu kennen. Das ist nach diesem Jahr wieder irgendwie anders, besonders, gewöhnungsbedürftig – schön und speziell und so, dass ich erstmal verarbeiten muss. Mit mir selbst, mit Musik, mit einem Bier, das am besten kein Paulaner Hell ist – wie es der Abend bisher vorgegeben hat.
Interne, gewünschte Retrospektive: Wie cool, so viele tolle Geschichten, so viel zu lachen, so viel Neues über so viele spannende Charaktere. Interne, unsichere Perspektive: Hab ich mal wieder viel, viel, viel zu viel geredet, obwohl ich damit eigentlich eine Vorstellung von mir und nicht mich repräsentiert hab? Die übliche Leier.
Noch ist der Unterschied also nicht so groß, was im Licht der letzten Glühbirne vs. des ordentlich ausgeleuchteten Tisches voller Leben und Freude und dieser abgefahrenen geradeheraus Schnauze des dritten Biers, der zweiten Flasche Rosé oder des dritten, wie hieß es, „pflaumenbasierten“, Schnapses in meinem Kopf passiert.
Warum, weiß ich noch nicht genau. Ich hab’s wahrgenommen und versuche mich dazu zu entscheiden, mich deswegen nicht zu verrückt zu machen. Und beim nächsten Mal noch mehr über mich und diese ganzen spannenden Innenleben derer um mich herum herauszufinden. Und dabei – natürlich – mehr nicht zu reden.
Und was die Beleuchtung angeht: Ich fühl mich grad positiv melancholisch. Deswegen bleibt erstmal eines stehen, was ich immer, immer, für immer, zu dem gemacht habe, was die letzte Instanz meines Denkens ist, bleibt, sein wird: There is a light that never goes out.
Das übersetze ich nicht. Manches ist universell, sprachenunabhängig. In Dauerschleife.
Music for the Dauerschleife until I fall into whatever it is I fall into tonight:
- The Smiths – There Is A Light That Never Goes Out