Auf’m Land

Hachja, auf dem Land passieren schon lustige Dinge. Man erwartet ja grundsätzlich nicht so viel, wenn man bei exorbitant gar nicht mal so geilem Wetter zu einer Wanderung aufbricht. Natur: Logisch, super schön, weil Herbst und bunt und eh meine absolute Lieblingsjahreszeit.

Aber man geht jetzt nicht zwingend mit der Intention aus der Tür, Momente zu erleben, die einem in diesem wilden Mimik-Mischmach aus kompletter Verwirrung und langsam dämmernder Belustigung zu verstehen geben, dass man sich echt fragen muss, was in Gottes Namen man da eigentlich gerade gesehen hat.

Aber die Region hält halt dann doch so Überraschungen parat. God bless Rhön and everyone in it.

Ich beginn mal mit dem weniger flashigen Teil, auch wenn es zum Ende der Wanderung geschehen ist und für das Teaserbild verantwortlich ist. Für das ich mich übrigens feier. Paintgott, Memegott, alles in einem heute.

Ich machs kurz: Die Tierwelt hier, sie mag uns nicht. Man passiert ja bei so einem Gang durchs Dorf diverse Haus- und Hoftiere. Hund, Katze, Huhn, Gans so die prominentesten.

Keines, ich wiederhole: Keines hat uns mit einer positiven Grundeinstellung betrachtet. Im besten Falle (Huhn und Katze in erster Linie) war es einfach hochnäsige Ignoranz. Im schlechtesten Falle war Polen offen. Jeder Hund flippte. Und die Gänse-Gang (again, man möge bitte mein grenzenlos gutes Teaserbild betrachten, hihi) war einfach mal auf 270 für die gesamten 50 Meter, die man am Gehege entlang gelaufen ist. Ob das jetzt an unserer Nicht-Einheimischkeit lag oder ob die Dudes einfach nur harte Misanthropen waren, sei jetzt mal dahingestellt. Ich hab mich persönlich angegriffen gefühlt, nur das zählt.

Egal, zum Highlight. Stellt euch vor, ihr lauft so unbedarft hinter einem gottverlassenen Dorf eine sehr schmale Asphaltstraße entlang, die original in noch mehr Nirgendwo führt als das gottverlassene Dorf, das man gerade verlassen hat.

Euch kommt ein Fahrzeug entgegen. Oldschool Ostblock, grün, das Ding safe schon seit 40 Jahren in Nutzung und kein bisschen schlechter geworden, weil damals schon, naja, nicht so gut.

Auf dem Dorf, zumindest in meiner Sozialisation, grüßt man kurz in solchen Situationen. Ein flüchtiges Nicken, Blickkontakt, alle sind happy und man geht (oder im Fall des „Gegenverkehrs“: fährt) weiter seiner Wege.

Ist auch heute so geschehen.

Vom Platz hinter dem Steuer nickte uns, hochgradig routiniert, ein vielleicht 8 bis 10-Järiger zu. Un ge fucking logen. Er wusste, was er tat. Sowohl das Fahren als auch das Grüßen hatte er schon deutlich etablierter drauf, als so mancher Großstädter. Fookin legend, sag ich da nur. Bleib wie du bist, Rhön.

No music so far, might be added later.

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