
Write! WordPress gibt einem Ansagen, die wirklich sehr geradeheraus sind. Manchmal ist es nicht so leicht, diesen zu folgen. Heute ist es wieder so.
Denn eigentlich, sehr eigentlich, ist das Leben gerade nicht wieder so schreibwürdig. Ich bin wieder am Ort ohne Namen angekommen, in der bestmöglichen Gesellschaft – weil wir so gut miteinander schweigen können.
Aber noch bin ich nicht ruhig, beruhigt, im Reinen, wie man es auch immer nennen will. Ich wäre es gerne, aber noch fehlen einige klare Worte gegenüber jemandem – und auch gegenüber mir selbst – um wirklich Klarheit und damit auch Sicherheit zu empfinden.
Noch traue ich mich nicht. Wenn es um die für mich entscheidenden Dinge in meinem Leben geht, bin ich für mich selber unangenehm nervös, zurückhaltend, verschreckt, fast ein bisschen zittrig.
Der Abend ist deswegen nicht ruhestiftend. Ich werde das heute nicht ändern können. Aber ich werden mich hoffentlich trotzdem am Ort und am Abend erfreuen können.
Ich habe heute wieder gelernt, wie unglaublich limitiert mein Deutsch ist, wenn es darum geht, unglaubliche, herzerwärmende Vielfalt von herbstlichen Orten beschreiben zu können. Wenn gelb, und rot, und grün, nicht mehr ausreicht, um eigentlich beschreiben zu können, was ich gerade sehe, und fühle, und gerne vermitteln wollen würde.
Es sind alle Farben und Gefühle meines herbstlichen, warmen Regenbogens, die ich gerade sehe und spüre, empfinde, tief in mir aufnehme – und leider nicht in dieser warmen, nahbaren Form nach außen geben kann, wie ich es gerne wollte.
Dafür fehlt noch mehr ehrlich, noch ein bisschen mehr freiwillig verletzlich, noch ein bisschen mehr von den inneren, absichtlich verborgenen Kammern meiner selbst. Wenn ich mehr bekommen möchte, muss ich diese frei legen. I want to. I want to tell her. And I know how. But I am still too afraid to.
Ich versuche das die nächsten Tage zu ändern. Anders ginge auch, wäre aber eine Weiterführung genau dessen, warum ich diesen Blog überhaupt gestartet habe. Der lindert vielleicht – aber heilt sicherlich nicht.
Music for the Night:
- King Crimson – In the Court of the Crimson King
- Porcupine Tree – Fear of a Blank Planet
- Adrianne Lenker – Songs
Falls Du jetzt noch anfängst „Die Leiden des jungen Werthers“ zu lesen, mache ich mir echt Sorgen.
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